Biographie Béla Meinberg

Béla Meinberg hat sich als junger Jazzpianist auf den Weg gemacht, seine eigene Sprache in der Musik zu suchen. Irgendwo zwischen Scott Joplin und der Musik seines Vaters Bernd Homann hat er diesen Weg im Alter von 13 Jahren begonnen und schon bald mit Kreativität und Experimentierfreude kurze Klavierstücke komponiert und frei improvisiert. Schnell gesellten sich die ersten Jazzstandards zu seinem Repertoire und er begann, sich für harmonische Strukturen zu interessieren und zu versuchen, die formalen Grenzen so weit wie möglich auf natürliche Weise auszudehnen.
Das Erlebnis des Zusammenspiels mit anderen ermöglichte Béla vor allem die BigBand des Kopernikus Gymnasiums Bargteheide, deren Mitglied er von 2007 bis 2013 war. Mit dieser Band erfuhr er seine ersten Auftritte als Jazzpianist, darunter ein Doppelkonzert mit der NDR BigBand.

Noch vor dem Studium, Ende 2012, gründete er mit drei Jazzstudenten der HfMT Hamburg das „Blumenthal Quartett“, für das er erstmalig mehrere eigene Kompositionen für eine Jazzband schrieb. Mit diesem Quartett spielte er u.a. beim Elbjazzfestival und stieg in die professionelle Hamburger Szene ein.
Mit Beginn seines eigenen Jazzklavierstudiums (Oktober 2013) an der HfMT Hamburg bei Buggy Braune und Tinatin Gambashidze entdeckte er den Bebop, jenen Jazzstil, der in den 40er, 50er und 60er Jahren in Amerika entstand und unheimlich aufregend und frisch war und ist. Er beschäftigte sich intensiv mit der Musik von Dizzy Gillespie, Charlie Parker, Miles Davis, John Coltrane und all den anderen großen Namen dieser Zeit und entdeckte vor allem den Klavierstil von Wynton Kelly und Red Garland. Gleichzeitig interessierte er sich aber auch für jüngere Musiker, allen voran Brad Mehldau, den er in Jugendzeiten eingehend studierte.
Das alles beeinflusst Béla’s zahlreiche Kompositionen, die er größtenteils mit seinem Trio oder Quartett spielt. Einige dieser Stücke sind witzig, fast albern und andere machen den Einfluss deutlich, den die klassische Musik auf Béla hat (die meisten sind jedoch eine Mischung aus beidem).
Durch sein aktives Mitwirken in der Hamburger Jazzszene und seine Aufnahme in das Bundesjazzorchester Anfang 2016 durfte er bereits mit zahlreichen großen Künstlern, wie Sebastian Gille, Jiggs Whigham, Stephan Meinberg, Tobias Delius etc. auf der Bühne stehen.
Béla ist Stipendiat der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und Gewinner des ersten Steinway-Förderpreises für Jazzklavier-Solo, sowie des Jazz-Sonderpreises der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. 2017 gewann er den dritten Platz beim deutschlandweit ausgeschriebenen Yamaha Jazz Piano Wettbewerb in Nürnberg.